Literatur- und Theaterwissenschaftler - Was haben die mit Wirtschafts- und Finanzanalysen zu tun?

Nichts? Nun mal sachte. Selbst Lessing war in Sachen Kameralistik und Geldwertschöpfung nicht nur nicht unbewandert sondern auch aktiv für den preussischen Staat tätig.

Empfehlenswert in dieser Hinsicht die beiden untenstehenden Werke von Joseph Vogl. Unter diesen Aspekte lohnt es sich, die “ Minna von Barnhelm “ neu zu betrachten.

                Vogl Kalkül und Leidenschaft  Vogl Das Gespenst des Kapitals

Eine  Analyse von Krisen durch “ Ökonomen “ zur Ergänzung: http://ineteconomics.org/uploads/papers/WP37-Secc-Lavoie.pdf Ökonomen in Anführungsstrichen deshalb, da Wirtschaft ohne Gesellschaftsengagement nur die halbe Wahrheit ist.

Das so etwas wie die Wahrheit leicht im Gestrüpp der Interessen untergeht, dafür steht u.a. die Lobyarbeit. Dass es sich bei der vorgegebenen Zielrichtung häufiger um Appelle an andere nach dem St. Floriansprinzip handelt, dafür stehen auch deutsche Grosskonzerne. Dem Aufruf “ Refugees you are welcome - we need you “ folgen wenig Taten. Das fordert sogar Personen heraus, die den Multis eher positive gegenüber eingestimmt sind. Z.B. Frau Julia Klöckner von der CDU .http://www.faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/arbeitsmarkt-kloeckner-nennt-integrationshilfe-der-konzerne-beschaemend-14388319.html. Irgendwie beschämend für Konglomerate, die weltweit agieren. Globalisierung sollte zumindest von denen auch in Migrationsfragen umgesetzt werden, die besonders von den Unterschieden auf den verschiedenen Märkten profitieren.