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Die Welt im Umbruch - der Mensch in der digitalen Transformation
von Hans-Dieter Rüppel
Duisburg, den 04.01.2017
Unternehmen, die im “ freien “ Wettbewerb stehen, leben von der Effizienz ihrer “ Unternehmenskultur “ und vom Absatz ihrer Produkte. Dazu gehört eben auch die optimale Verwertung der “ Arbeitskultur “. Dass das Eine mit dem Anderen nicht unbedingt korrespondiert, davon zeugt eine Mitteilung der stellvertretenden Chefredakteurin Colette Gradwohl der Neuen Züricher Zeitung vom 04.01.2016. Wer soviel arbeiten “ muss? “, kann die Früchte seines Arbeitsansatzes nicht unbedingt ernten. Allein schon aus Zeitgründen. Verschärft wird die Tendenz noch durch das demographische Entwicklungsphänomen in Richtung Singlegesellschaft in der Megacity und den damit verbundenen Einstellungswandel. Cafe to go und Bretzel im Vorbeigehen mit Hamburger in der thermisch verpackten Box im Zwischenstopp am jeweiligen Bahnhof bestimmen das Zwischenverhalten von der Arbeit in die Wohneinheit. Kurz vor dem Eintreffen dann noch die Pizza to go mit Dosenbier, um noch ein wenig vor der “ Glotze “ ( deutsche Verballhornung der TV-Hardware ) ein wenig zu relaxen. Möglichst mit dem Softangebot irgendeiner SoapOpera. Übersteigerte Dystopiezeichnung oder lediglich bewerteter Tagesablauf in der Arbeitsgesellschaft und dessen Folgen? Ähnliche Verhaltensmuster sind mittlerweile aber nicht selten anzutreffen. Natürlich gibt es auch Alternativverhalten. Z.B. in der 1. Klasse der Deutschen Bahn, die die Möglichkeit der Onlinebearbeitung in Ruhe ermöglicht. Bewundernswert dagegen die Gelassenheit in der so manche(r) 2. Klassenutzer(in) verharrt, die/der trotz vollbesetztem Zug während der Rushhour selbst aufwendige wissenschaftliche Arbeiten am Notebook bearbeiten. Antwort eines Professors der Fachhochschule Krefeld ( Fachrichtung Elektrotechnik ),der jeden Tag grössere Bahnfahrten zwischen Wohnort und Hochschule zurücklegt, auf meine Frage während einer gemeinsamen Zugfahrt, woher er die Ruhe nimmt, um selbst unter diesen Bedingungen Vorlesungen vorbereiten zu können: “ Am Anfang war es schon etwas schwierig, die nötige Konzentration aufzubauen und zu erhalten. Mit der Zeit konnte zum Glück ein mentales Gleichgewicht aufrechterhalten werden. “
Dank moderner Technologien wie dem Internet ist es so möglich, den Arbeitsweg produktiv zu gestalten. Übrigens werden deren Angebote auch von mir genutzt; z.B., um diesen Kommentar im Zug zu schreiben. Entgegen dem vorbesagten allerdings ausschliesslich im ICE und bei längeren Fahrten.
Ausblick: Was das Verhältnis Arbeit und Einkauf anbelangt dürften sich in Zukunft auch andere Lösungen anbieten. “ Dank? “ der zunehmenden Digitalisierung und e-commerceVernetzungen mit zunehmender OmniChannelInteractivIntelligence wird das Einkaufsverhalten zunehmend orts- und zeitunabhängig. Dank Smartphone ist über die Smatgrid mt SmartDelivery bis zum SmartHome und dem fällig werdenden SmartPayment ( incl. Überprüfung der Bonität des Bestellers über Credit4.0Anbindungen eine Televerarbeitung von Prozessen möglich macht, die im Idealfall dazu führt, dass während der Arbeitsfahrten bestellt werden kann und Lieferung “ just in time ( Ein Prinzip, dass bei der Teilelieferung in der Industrie schon seit geraumer Zeit angewendet wird ) erfolgt ( ggf. mit ferngelenkten Drohnen ), wenn der Auftraggeber an seinem Zielort ankommt. Er ist zudem dazu Lage aus Gründen der Energieersparung ( z.B. auch im Winter Aktivierung der Heizung kurz vor dem Erreichen der Bewohneinheit ). Dank Entwicklungen wie Cognitive Intelligence ( wichtig Spracherkennungssysteme ) und Virtual Reality können so auch menschliche Interaktionen simuliert werden, um den Kommunikationsprozess möglichst genau darstellen zu können.
Na dann mal zum Wohle ( demnächst mit Bier aus dem 3D Drucker? )

Dass die Digitalisierung der Wirtschaft 4.0 und Arbeit 4.0 zu sozialen Konflikten und Verwerfungen führen kann, hat die Landesregierung in NRW zu der Gründung der Allianz “ Arbeit und Wirtschaft 4.0 “ veranlasst: https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/allianz-wirtschaft-und-arbeit-40-gegruendet-landesregierung-wirtschaft
Fotos von der Gründungsveranstaltung

Wissenschaftsministerin Svenja Schulze Regierungssprecher NRW Thomas Breustedt Wirtschaftminister NRW Garrelt Duin
Die Minister der drei beteiligten Ministerien ( Wirtschaft Garrelt Duin - Wissenschaft Svenja Schulze - Arbeit Rainer Schmeltzer )

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Sehr geehrter Herr Rüppel
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Arbeite weniger und gib mehr Geld aus! Mit diesem Motto will Japan versuchen, den heimischen Konsum anzukurbeln und der Wirtschaft mehr Schwung zu verschaffen. Die Idee hinter der Kampagne mit dem Namen «Premium Friday»: am letzten Freitag im Monat schon um 15 Uhr den Feierabend einläuten, um das Leben zu geniessen bzw. vor allem mehr zu konsumieren. Japan ist im Kreis der Siebnergruppe G-7 das Land mit der dritthöchsten Arbeitsstundenzahl im Jahr, nach den Vereinigten Staaten und Italien. Überstunden gehören zur Tagesordnung. Patrick Welter berichtet aus Tokio, dass in mehr als 20 Prozent der Unternehmen mehr als 80 Stunden Überzeit im Monat geleistet werden. Das soll ändern. So will es die Regierung. Unternehmen, in denen zu viele Überstunden anfallen, oder Unternehmen, in denen Todesfälle durch Überarbeitung auftreten, sollen öffentlich benannt und an den Pranger gestellt werden. Aber eben – nicht primär zum Wohl der Arbeitnehmenden, sondern um grössere Kaufkraft für den Konsum abzuschöpfen.
Möglich, dass das Kader der inkriminierten Unternehmen dann Inspiration braucht, um die dem Übel zugrunde liegenden Probleme erfolgreich anzugehen. Wobei natürlich nicht nur in Japan, sondern auch hierzulande Führungskräfte gefordert sind, um in einem unbeständigen, ungewissen, komplexen und mehrdeutigen Umfeld zu überleben. üü«»Meine Kollegin Nicole Rtti hat ein Fhrungssymposium besucht mit dem Titel Mindful Leadership. Die Anleitung für einen achtsamen Führungsstil umfasst unter anderem Meditationsübungen, die auf Praktiken der buddhistischen Tradition gründen. Oder auch die Verinnerlichung des ganz einfachen Satzes: «Sie müssen wissen, weshalb Sie am Morgen aufstehen.» In diesem Sinn!
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Auszug aus der Mitteilung von Collette Gradwohl
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