Adäquate Vermögensverteilung als Voraussetzung für eine friedliche Welt von Hans-Dieter Rüppel
Kaum vorstellbar in welchem Format sich Vermögensakkumulation heute eingestellt hat:
https://publications.credit-suisse.com/tasks/render/file/?fileID=F2425415-DCA7-80B8-EAD989AF9341D47E
http://www.brookings.edu/research/reports2/2016/03/31-concentrated-poverty-recession-kneebone-holmes?utm_campaign=Brookings+Brief&utm_source=hs_email&utm_medium=email&utm_content=27975 443&_hsenc=p2ANqtz--qvlEnspJp6qpJ7rREfi5UlVyJhEJ6DdoWbg1qQYMpHzHY_e82s_QI3YDnFqkA6BhAoT3n5buyxP0fq vMG2T6GO92PCr2AD2WSQg02_v8ut6NFAKc&_hsmi=27975443
Zunächst ist ja nichts dagegen einzuwenden, dass der Reichtum ( was ist das überhaupt ?) in Zahlen ausgedrückt sich in einer kleinen Gruppe konzentriert. Geld wird ja schliesslich auch unter die Leute gebracht. In der Regel auch reinvestiert. Aufhorchen lässt aber schon der Mengenvergleich. 67 Personen besitzen soviel wie 50% der Weltbevölkerung. Immerhin fast 4 Mrd. Menschen. Da Vermögen nicht alles ist, was der Fall ist ( s. Wittgenstein “ Die Welt ist alles, was der Fall ist “) stellt sich allerdings die Frage, welche Existenzgrundlage den 50% verbleibt. Subsistenzwirtschaft als Lebensgrundlage dürfte den meisten wegen der zunehmenden Unverfügbarkeit von Grund und Boden verschlossen sein. Vertrieben durch Entzug der natürlichen Ressourcennutzung aus ihren natürlichen Biotopen, die nicht zuletzt durch den Raubbau an Grund, Wasser und Boden und der damit verbundenen Umweltverschmutzung die traditionelle Wertschöpfung unmöglich gemacht hat. Bleibt die Anpassung an die veränderten Rahmenbedingungen. Entweder Integration in den kommerziellen Arbeitsablauf vor Ort und wenn das nicht möglich ist, Arbeitsmigration innerhalb des eigenen Landes oder in alle Herren Länder. Solange die sog. entwickelten Ländern, den Zuzug verkraften und wenn möglich auch wertsteigernd umsetzen können, ergeben sich weniger Probleme. Wie die Wanderungsbewegung jedoch in der gegenwärtigen Situation die staatlichen Stellen überfordert, kann zur Zeit in EU in allen möglichen Facetten beobachtet werden. Obwohl willens, die Aufgabe konstruktiv zu lösen, ergeben sich allein durch die Anzahl der Arbeits- und ggf. NeueHeimatssuchenden Umsetzungsprobleme. U.a. in der Wohnraumbeschaffung, die zunächst oberste Priorität hat, um Obdachlosigkeit zu verhindern. Alles andere wie Arbeitsbeschaffung und Integrationsaktivitäten können deshalb zur Zeit nur subsidiär angegangen werden, wenn überhaupt. Dir Krise kehrt so in die Verursacherländer zurück. Weniger wer wahrscheinlich mehr gewesen. Fragt sich, ob eine entsprechende Vermögensbesteuerung des habenden Teils, die das Ziel hat, Vermögen für eine grössere Anzahl Menschen verfügbar zu machen, den weltpolitisch stabilisierenden Effekt erreichen wird? In der Schnelle wohl kaum. Langfristig gesehen, wird es wohl nicht anders gehen. Wohlstand für alle ist ja nicht die schlechteste politische Lösung.
Der schäbige Rest für die Weltbevölkerung? - Cover Foreign Policy http://foreignpolicy.com/
Zu den Migrationsproblemen im Zusammenhang mit dem FluchtausdemElendDrama aus ökonomischer Sicht mit weiteren verweisen s.:
https://www.project-syndicate.org/commentary/economic-research-contribution-to-asylum-reform-by-robert-j--shiller-2016-01?utm_source=Project+Syndicate+Newsletter&utm_campaign=3f28d2791a-Shiller_Economics_Refugee_Crisis_1_24_2016&utm_medium=email&utm_term=0_73bad5b7d8-3f28d2791a-93510709