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http://hatecrime.osce.org/what-hate-crime/racism-and-xenophobia
http://www.auswaertiges-amt.de/EN/Aussenpolitik/Friedenspolitik/OSZE/OSZE_node.html
Definition OSCE:
Racism and xenophobia
Racism is prejudice or hostility towards a person’s race, colour, language, nationality, or national or ethnic origin. While some communities are particularly vulnerable, any ethnic group can be the target of racism. Intolerant discourse in the media or from politicians can lead to increased racist sentiments towards migrants and other minorities, including in the form of scapegoating in times of economic crisis. Successive ODIHR annual reports on hate crime in the OSCE area have demonstrated that racist attacks can take a range of forms, targeting people from diverse groups across the region. Violent attacks by groups of perpetrators against migrants and ethnic minorities, as well as damage to businesses and property owned by or associated with established minority ethnic communities are common features of this type of crime.
Trump, AfD und die Folgen von Hans-Dieter Rüppel
erstaunlich viele fahren mittlerweile auf den Zug ab, wenn man die Ergebnisse sieht, und das nicht nur in den U.S.A. sondern auch in grossen Teilen von Europa, Deutschland nicht ausgenommen. Zumindest deuten das die Ergebnisse der derzeitigen Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg an. Nicht nur den Wirtschaftsverbänden wie dem BDI gehen diese Tendenzen gegen den Strich. Der Verband der Internetindustrie Bitcom hat ebenfalls bei de ERöffnung der CEBIT in Hannover deutlich gemacht, welcher gefährlich Weg sich hier ankündigt:
“ Berlin, 13. März 2016
Der Digitalverband Bitkom warnt anlässlich der Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt vor Fremdenfeindlichkeit und dem Erstarken rechtspopulistischer Parteien und nationalistischer Positionen.
Bitkom-Präsident Thorsten Dirks:
„Wenn Deutschland seinen Wohlstand und seine sozialen Errungenschaften sichern will, muss es die digitale Transformation mit aller Kraft vorantreiben. Dies wird aber nur gemeinsam mit einem starken Europa und mit Hilfe ausländischer Fachkräfte gelingen. Das Erstarken rechtspopulistischer Parteien und der Zuspruch für nationalistische Positionen können der deutschen Wirtschaft daher massiven Schaden zufügen.”
Immer mehr Menschen scheinen durch den Zeitgeist überfordert zu sein und folgen Populisten ala Donald Trump mit ihren burschikosen Einfachstlösungen für Parolenphile. Die dezidierte Analyse und Stellungnahme des französischen Philosophen Bernard-Henri Levy auf Project Syndicate ( The World according to Trump ) https://www.project-syndicate.org/commentary/the-world-according-to-donald-trump-by-bernard-henri-levy-2016-03?utm_source=Project+Syndicate+Newsletter&utm_campaign=014d0b6c41-Levy_World_According_Trump_3_13_2016&utm_medium=email&utm_term=0_73bad5b7d8-014d0b6c41-93510709 ist in dem Sinne nicht nur ein Denkansatz, den man sich in aller Ruhe durchlesen sollte. Nicht zuletzt sei auch in dem Sinne die politische Initiative Diem 25 des ehemaligen griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis erwähnt, die ausgehend von nachlassender Solidarität und Gemeinsinn in Europa, darauf aufmerksam macht, welche Folgen damit verbunden sind. Dieser Appell sollte nicht ungehört bleiben:
DiEM25, the Democracy in Europe Movement, strongly condemns the preliminary agreement reached during last night’s European Union Summit, according to which thousands of Syrian refugees will be returned to Turkey. DiEM25 finds this agreement shameful and contrary to international laws and treaties, including the Charter of Fundamental Rights of the European Union (Art. 19, “Collective expulsions are prohibited”) and […] Nachzulesen mit weiteren Verweisen auf Dokumente unter: http://yanisvaroufakis.eu/2016/03/08/diem-statement-condemning-european-summits-preliminary-accord-to-expel-refugees-to-turkey/
Last not least sei auch der Aufruf von TIKKUN ( übersetzt: to heal, repair and transform the world ), einer ethischen Prinzipien verpflichteten, weltanschaulich Gruppe aus der jüdischen Geistestradition, die auch im gegenwärtigen PalästinaIsraelKonflikt es nicht versäumt, Menschlichkeit einzufordern.
Auszug aus dem letzten Newsletter von TIKKUN ( u.a. positive Kommentierung von Papst Franziskus im gegenwärtigen Einsatz für die Menschenwürde ):
Joining with us is one powerful way of saying "No" to the forces of darkness that are (hopefully only momentarily) in ascendency in aspects of the politics of American society, Israeli society, Chinese society, Iranian society, Saudi Arabian society, the European countries who are turning away refugees, the Islamic societies who are engaged in ruthless treatment of some of their alternative versions of Islam, the dictators and military coups that are running Egypt and Pakistan and many other countries, the terrorists and rapists and kidnappers and murderers, the self-righteous in every sphere.
Was bleibt, ist alle Kurzschlussdenker an das Zitat von Albert Einstein zu erinnern: “ Für jedes komplexe Problem gibt es eine ganz einfache Antwort, und die ist meistens falsch. “
Tikkun olam ist nicht einfach, aber notwendig und alternativlos in Zeiten zunehmender Entropie ( s. z.B. Climate change und Great Recession ). Ohne wissenschaftlich orientiertes Know How läuft da gar nichts. Ohne 4.0 und Smart Solutions wird man den komplexen Verhältnissen nicht mehr gerecht.
Anbei ein Video ( inspiriert von Carl Sagan`s Pale Blue Dot ) zur Reflexion: https://vimeo.com/2822787

https://www.youtube.com/watch?v=b_FlqYG0kkY&index=2&list=PL884FE68573150A23
Out of Many We are One
Respice post te, hominem te esse memento
Selbst der erleuchtete Mensch bleibt der er ist, und ist nie mehr als sein beschränktes Ich gegenüber dem, der ihm innewohnt und dessen Gestalt keine erkennbaren Grenzen hat, der ihn allseits umfasst, tief wie die Gründe der Erde und weiträumig wie der Himmel
C.G. Jung “ Antwort auf Hiob “
Nachtrag:
Newsletter vom 14.03.2016 - Saat und Ernte
STUTTGART/MAINZ/MAGDEBURG (Eigener Bericht) - So stark wie noch keine Partei der äußersten Rechten in der Geschichte der Bundesrepublik hat die Alternative für Deutschland (AfD) bei drei Landtagswahlen am gestrigen Sonntag abgeschnitten. In Sachsen-Anhalt wurde sie mit fast einem Viertel aller abgegebenen Stimmen zweitstärkste Kraft; in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz erreichte sie mit rund 15 bzw. rund zwölf Prozent den dritten Platz. Die Partei, der es gelingt, ein in der Bundesrepublik seit je vorhandenes ultrarechtes Stimmenpotenzial zu erschließen, ist nun in der Hälfte aller deutschen Landesparlamente vertreten. Ihre Wahlerfolge verdankt die AfD auch der Berliner Politik. Diverse Bundesregierungen haben seit 1990 systematisch Flüchtlingsabwehr betrieben und dabei immer wieder gegen Flüchtlinge agitiert; daran kann die AfD heute anknüpfen. Agitation gegen den Islam war im "Anti-Terror-Krieg" ab 2001 weit verbreitet und trieb antiislamische Ressentiments in der Bevölkerung in die Höhe; auch dies nutzt heute der AfD, die Maßnahmen gegen den Islam in das Zentrum ihrer Politik stellen will. Günstig für die AfD ist zudem, dass Teile des deutschen Establishments sich spätestens seit der sogenannten Sarrazin-Debatte ultrarechten, teilweise rassistischen Positionen zuwenden; das öffnet politische Spielräume. Koalitionen mit der AfD sind seit einiger Zeit immer wieder im Gespräch.
mehr http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59329
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